Mittel gegen Blähungen

Blähungen: Die Volkskrankheit Nummer 1

Blähungen gelten immer noch als Tabu-Thema, über das viele Menschen nicht offen reden möchten. Dennoch wurde fast jeder von Ihnen schon einmal heimgesucht, von dem unangenehmen Völlegefühl und einer einhergehenden Geruchsbildung, die kaum zu steuern ist. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Blähungen um eine vollkommen harmlose Erkrankung, bei der es zu einer vermehrten Gasbildung im Darmbereich kommt. Die Folge ist der sogenannte Blähbauch oder auch Meteorismus genannt mit teils abgehenden Darmgasen (Flatulenz) über den After. Doch was einst so harmlos aussieht, können auch Begleiterscheinungen einer noch unentdeckten Krankheit sein. Sobald einfache Hausmittel zu keiner Linderung mehr führen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen um weitere Untersuchungen zu veranlassen.

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Blähungen und Ihre Symptome

Blähungen können für den Betreffenden sehr unangenehm sein. Neben einhergehenden Bauchschmerzen kann auch die Gasanhäufung im Darmtrakt sehr schmerzhaft sein, da sich die Darmwände dabei ausdehnen können. Der Ausstoß der Gase durch den After wird durch eine Geruchs- und Geräuschbildung begleitet. Wird dies durch andere Menschen wahrgenommen, entsteht schnell ein in sich beschämendes Gefühl, das man nicht kontrollieren kann. Meteorismus / Flatulenz kann zudem noch durch weitere Begleitsymptome aufzeigen. Absolut typisch sind Bauchkrämpfe, Durchfall, Völlegefühl, Verstopfung, Darmgeräusche oder gar ein ungewollter Stuhlabgang.

Grundsätzlich spricht man bei Blähungen aber von einer kurzzeitigen Erkrankung, die meist von selbst wieder verschwindet. Allein Stress oder gar eine ungesunde Lebensweise können Meteorismus hervorrufen und klingen wieder ab, sobald der Auslöser beseitigt ist. Bei länger anhaltenden Blähungen sollte man jedoch vorsichtig sein. Um schwerwiegende Erkrankungen ausschließen zu können, ist ein schnellstmöglicher Besuch beim Arzt unumgänglich.

Einfache Hausmittel gegen einen Blähbauch

Wird vom Arzt eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen und ein direkter Krankheitsauslöser lässt sich nicht feststellen, dann kann ein Mittel gegen Blähungen schnell in der Hausapotheke gefunden werden. Ausgehend von einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise können z.B. Kümmelfrüchte, Anis, Fenchel oder Minzöl die Darmfunktion beruhigen und dem Blähbauch entgegen wirken. Eine regelmäßige sportliche Betätigung wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus und verhilft zu einer gesunden Darmstrucktur. Bei krampfartigen Bauchschmerzen bringt eine Wärmflasche die schnell erhoffte Linderung und kann durch die Einnahme von krampflösenden Schmerzmitteln zusätzlich unterstützt werden.

Ursachen für Blähungen

Blähungen können meist verschiedene Auslöser haben, wobei übermäßiger Stress zu den häufigsten Ursachen zählt. Einige Menschen leiden auch unter dem sogenannten Reizdarm, welcher immer wieder krampfartige Bauchschmerzen hervorruft, ohne dass eine Erkrankung nachgewiesen werden kann. Eine ungesunde Ernährung und ungünstige Lebensgewohnheiten können Blähungen auslösen. Als aufblähende Speisen bezeichnet werden z.B. Kohl, Zwiebeln, Linsen, Bohnen, Hefegebäck und Hülsenfrüchte. Trotzdem kommt es immer darauf an, wie jeder Mensch auf bestimmte Lebensmittel reagiert und wie gut er sie verdauen kann. Ein direkter Ausschluss von Speisen kann deshalb nicht vorgenommen werden, so dass das Auftreten von Blähungen zu einer Wissenschaft werden kann.

Ein übermäßiger Konsum von Ballaststoffen und Kohlenhydraten wirkt sich negativ auf die Darmflora aus und verstärkt zunehmend die Gasbildung im Darm. Doch auch zu fettige und süße Speisen sowie zu schnelle Essgewohnheiten können dazu führen, dass man während des Essens vermehrt Luft zu sich nimmt, was wiederum Blähungen auslösen kann. Beliebige kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee, Alkohol oder Süßstoffe wie Fructose bzw. Sorbit lassen bedingt einen Blähbauch entstehen und führen zu einem unangenehmen Körpergefühl.

Neben den gewöhnlichen Trink- und Essgewohnheiten kann aber auch eine Lebensmittelunverträglichkeit Auslöser für Blähungen sein. Zu den gängigsten Erkrankungen zählen die Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) oder Zöliaki (Dünndarmunverträglichkeit gegen Gluten). War man hingegen länger erkrankt und wurde mit Antibiotika oder ähnlichen Medikamenten behandelt, so sind Blähungen keine Seltenheit.

Treten Blähungen hingegen mit Begleiterscheinungen wie Erbrechen oder extrem starken Bauchschmerzen auf, so sind innere Erkrankungen nicht mehr aus zu schließen.

Mögliche Varianten wären:
– ein chronisch entzündeter Darm
– Herzleiden
– eine Magenschleimhautentzündung die bereits chronisch ist
– Tumorbildung im Darmtrakt
– Darmverschluss
– Erkrankung der Bauchspeicheldrüse bzw. der Gallengänge

Vorbeugende Maßnahmen für Blähungen

Damit es gar nicht erst zu Blähungen kommt, kann man spezielle Vorsichtsmaßnahmen treffen. Eine gute Verdauung erzielt man durch kleine Mahlzeiten, die langsam zu sich genommen werden. Je gründlicher man kaut, desto besser ist die Nahrung zerkleinert. Aufblähende Speisen sollten bei einer starken Anfälligkeit zu Blähungen gänzlich gemieden werden. Gekochtes Gemüse wird von vielen Menschen deutlich besser vertragen als Rohkost und kann bequem und schnell zubereitet werden. Fehlt die Zeit für sportliche Betätigungen, so sollte man zumindest auf den Spaziergang nach dem Essen nicht verzichten. Eine kurze Runde um den Hausblock genügt, und schon kann die Nahrung deutlich besser verdaut werden.

Effektive Mittel gegen Blähungen

Blähungen sind nicht nur unangenehm sondern können als Dauerzustände extrem lästig werden. Beginnend mit einer Ernährungsumstellung kann man den Blähungen schnell den Kampf ansagen und der Ursachenbekämpfung entgegen steuern.

1. Umstellung der Lebensmittelauswahl
Fertigprodukte und frittierte Lebensmittel sind nicht nur reich an Zucker und Fett sondern beinhalten auch zahlreiche Zusatzstoffe, die oftmals von minderwertiger Qualität sind. Auch eine eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeit auf Getreide- oder Milchprodukte kann man in einem direkten Test schnell herausfinden. Wichtig ist eine gesunde Ernährungsweise mit vielen Vitalstoffen, damit Blähungen gar nicht mehr zustande kommen.

2. Auf die Kombination kommt es an
Aufblähende Lebensmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte müssen nicht grundlegend vom Speiseplan verschwinden. Bei einer speziellen Zubereitung und mit der richtigen Beigabe von Gewürzen kann dem Blähbauch gezielt vorgebeugt werden. Die aufblähende Wirkung wird abgeschwächt und das Verdauungssystem kann ganz normal weiter arbeiten. Linsen kann man z.B. mit Kreuzkümmel anreichen und dem Brotteig werden einfach Koriander, Fenchel oder Anis beigemischt. Hülsenfrüchte sollten wiederum vor dem Verzehr abgekocht werden. Die aufblähenden Substanzen werden dabei in das Kochwasser abgegeben und lassen die Frucht selber zu einer schmackhaften Mahlzeit werden.

3. Tee aus frischen Zutaten zubereiten
Anis, Fenchel und Dill lassen sich wunderbar als Tee zubereiten und beinhalten als frisches Gewürz deutlich mehr Inhaltsstoffe als bei herkömmlichen Teebeuteln. Die Muskulatur des Verdauungstraktes wird dabei entspannt und lässt die Gase sanft entweichen.

4. Ingwer frisch verarbeiten
Ingwer gilt als Wirkstoff Nummer 1 um Blähungen entgegen zu steuern. Dabei lässt sich entweder ein Ingwertee herstellen oder aber man gibt den Ingwer kleingeschnitten einer Mahlzeit bei.

5. Kümmel
Kümmel kann genauso wie Ingwer frisch zubereitet als Tee genossen werden oder aber er gilt als stiller Wegbegleiter zu den täglichen Mahlzeiten. Durch einen regelmäßigen Verzehr wird eine gesunde Verdauung angeregt und etwaigen Verdauungsstörungen vorgebeugt.

6. Petersilie
Petersilie beugt einer übermäßigen Gasbildung im Darm vor und kann beinahe jedem Essen beigemischt werden. Sei es im gedünsteten Gemüse, einfachen Salaten oder selbst kreierten Smoothies.

7. Regelmäßige Darmreinigungen
Eine Darmreinigung klingt im ersten Moment schlimmer als sie tatsächlich ist und kann die Darmgesundheit erheblich verbessern. Schädliche und giftige Stoffe werden vom Körper ausgeschieden und die Darmfunktion kann sich wieder beruhigen.

8. Trinken will gelernt sein
Der menschliche Körper braucht mindestens 2,5 Liter Wasser pro Tag, wobei die Einnahme grundsätzlich außerhalb der Mahlzeiten liegen sollte. Eine Stunde vor oder nach dem Essen ist ideal um den Stoffwechsel anzuregen und Blähungen zu vermeiden.

9. Stressauslöser beseitigen
Stress ist der Grundbaustein einer jeden Blähung und kann bereits durch ein aufregendes Ereignis ausgelöst werden. Mit Stress umgehen will jedoch gelernt sein und bedarf einer regelmäßigen Selbsteinschätzung.