Der Blähbauch und seine Ursachen

Bei einem Blähbauch wird der Leib kugelförmig aufgebläht, was für die Betroffenen meist sehr unangenehm ist. Die Folge eines Blähbauches (Gasbauch) ist ein Völle- und Spannungsgefühl als auch Bauchschmerzen, welche nicht selten von geruchsintensiven Gasen begleitet werden, welche über den Darm ausgeleitet werden. Oft fühlt sich der Leib dabei sehr fest an und ist deutlich druckempfindlich. Dabei können Gürtel oder zu enge Kleidung als sehr belastend empfunden werden. In solchen Momenten ist der Fokus fast ausschließlich auf den Bauch gerichtet, da der Blähbauch das körperliche als auch das seelische Wohlbefinden beeinträchtigt. Nicht selten sinkt dabei sogar die Leistungsfähigkeit, was bis hin zu Müdigkeit führt. Oft besteht hierbei der Drang die Gase einfach über den Darm zu herauszulassen, was in gesellschaftlicher Runde durch die starke Geruchsentwicklung natürlich nicht möglich ist. Das Unterdrücken der Gase sorgt wiederum für Spannungen im Ober- und Unterbauch, welche sich auf diese Weise nicht lösen können. Ein Blähbauch ist immer ein Zeichen von irgendwelchen Unverträglichkeiten, welchen man rasche Abhilfe verschaffen sollte. Die Ursachen für einen aufgeblähten Bauch sind unterschiedlicher Natur. Neben einer fetthaltigen beziehungsweise übermäßigen Nahrung kommen auch andere Auslöser wie Fehlfunktion der Organe oder auch Unterernährung in Betracht.

Häufige Blähbauch Ursachen

Nicht immer ist es eine zu reichhaltige Nahrungsaufnahme, welche einen Blähbauch hervorruft. Meist sind es blähungsfördernde Nahrungsmittel, welche auch in kleineren Mengen einen Blähbauch verursachen können. Hierzu gehören zum Beispiel rohes Gemüse, Kohl, Blattsalat und Hülsenfrüchte. Einige Menschen reagieren auf Fruchtzucker wie auch auf Gluten- oder Lactose haltige Nahrungsmittel besonders drastisch mit einem Blähbauch. So kann es vorkommen, dass der Verzehr von Weißenbrot, Joghurt (oder anderen Milchprodukten) wie auch Vollkornbrot zu erheblichen Beschwerden führen kann. Zu den weiteren Blähbauch Ursachen können Darmparasiten, allgemeine Bewegungsarmut, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, Nebenwirkungen von Arzneimitteln wie auch körperliche Mangelerscheinungen gehören. Bei Frauen kann der Grund für einen Blähbauch die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren sein. Nicht selten spielt auch das eigene Essverhalten eine nicht zu unterschätzende Rolle für eine geregelte Verdauung. Hastige Esser beispielsweise, welche ihre Nahrung nur ungenügend kauen und mit kohlensäurehaltigen Getränken hinunterspülen, neigen eher zu einem Blähbauch, als Menschen, welche sich für die Nahrungsaufnahme genügend Zeit nehmen und Tee beziehungsweise stilles Wasser bevorzugen. Auch übermäßiger Kaffee- oder Teegenuss fördert die Entstehung eines Blähbauches. Zudem kann ein Blähbauch auch stressbedingt auftreten.

Dauer der Beschwerden

Akute Bauchbeschwerden können mehrere Stunden anhalten, im Gegensatz zum chronischen Blähbauch, welcher sich über Tage und Wochen hinziehen kann. Letztlich richtet sich die Dauer der Beschwerden nach den Ursachen und den veranlassten Behandlungen.

Vorbeugende Maßnahmen

Besonders anfällige Menschen können bereits beim Kochen und während einer entspannten Nahrungsaufnahme entsprechend vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Bei einigen Speisen hilft die Zugabe von Fenchelsamen oder Kümmel. Um einen Blähbauch zu vermeiden, sollte rohes Gemüse vor dem Verzehr leicht angedünstet werden. Wichtig ist, dass Sie auf zu viel Fett verzichten und auf ihr gesundes Sättigungsgefühl achten. Alkoholhaltige oder kohlensäurehaltige Getränke sind ein Tabu. Verträglicher hingegen sind Kräutertees und stille Wasser. Besteht eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, so sollten diese Speisen vermieden werden. Zur Ankurbelung eines gesunden Verdauungsprozess hilft genügend Bewegung. Bei häufigeren Beschwerden sollten Sie einen Arzt konsultieren, um die Ursachen abzuklären, welche dann gezielt behandelt werden können.

Was lässt sich gegen einen Blähbauch tun?

Die Schulmedizin kann durch gezielte Untersuchungen die Ursachen der Beschwerden ausfindig machen und abklären, ob eine Unverträglichkeit oder eine ernste Erkrankung besteht. Inzwischen raten auch Schulmediziner bei nichtorganischen Ursachen zu den guten alten Hausmitteln. Bei einer organischen Ursache wird der Arzt diesbezüglich geeignete Behandlungsmaßnahmen empfehlen. Besonders hilfreich hierbei ist oft die Verabreichung verdauungsunterstützender Enzyme.

Bewährte Hausmittel

Zu diesen gehören Tees aus Fenchel, Rosmarin, Kümmel, Anis, Melisse wie auch Pfefferminze. Diese lassen sich nach dem Essen einzeln, als auch als Teemischung genießen. Auch Schwedenkräuter haben vorbeugend eingesetzt schon zu guten Ergebnissen geführt. Ebenso hilfreich sind Wärmewickel (Wärmflasche) und zarte Bauchmassagen (im Uhrzeigersinn) rund um den Nabel. Sie wirken unterstützend bei Blähungen und lassen die Gase leichter entweichen.

Alternativmedizin

In der Alternativmedizin sorgen bewährte homöopathische Mittel, wie beispielsweise Nux vomica für eine deutliche Linderung der Beschwerden. Da eine homöopathische Behandlung sich ganzheitlich am Beschwerdebild orientiert, sollte sich der Patient von einem Heilpraktiker beraten lassen. Auch Schüsslersalze wie Ferrum phosphoricum (Nr. 3) Kalium sulfuricum (Nr. 6), Magnesium phosphoricum (Nr. 7) als auch Natrium phosphoricum (Nr. 9) werden erfolgreich bei Blähungen eingesetzt werden. Hier sollten Sie auf den Trägerstoff achten. Ist Milchzucker enthalten, kann dieses wiederum zur Verstärkung der Beschwerden führen. Chronische Blähungen lassen sich auch mit Hilfe von Akupunktur gut behandeln. Wer sich mit Akupressur auskennt, kann sich mithilfe dieser sogar selbst behandeln. Auch die Fußreflexzonenmassage ist eine Alternative die Darmtätigkeit anzuregen. Für noch mehr Wohlbefinden sorgt ein gezieltes Heilfasten wie auch eine Darmreinigung auf natürlicher Basis wie zum Beispiel durch eine Mayrkur oder Colon-Hydro-Therapie. Ist die Ursache psychischer Natur, lässt sie sich mit unterschiedlichen Entspannungstechniken oder Hypnose erfolgreich behandeln. Dieses sind nur einige Behandlungsmöglichkeiten. Besonders die Alternativmedizin bietet diesbezüglich viele erfolgsversprechende Behandlungsmethoden.

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