Blähungen Therapie

Oft verschwinden Blähungen, die auch Flatulenzen genannt werden, wieder von selbst. Ein Behandeln ist daher nicht immer nötig. Wer aufgrund von chronischen Darmproblemen stets Flatulenzen hat, sollte auf jeden Fall diese zugrunde liegende Krankheit behandeln, wie etwa mithilfe einer laktosearmen Ernährung, wenn eine Laktoseintoleranz herrscht und durch glutenfreies Ernähren bei Zöliakie. Es hilft auch, die Arzneimittel, die Flatulenzen hervorrufen, niedriger zu dosieren oder eventuell durch verträglichere zu ersetzen. Eine Möglichkeit stellt das Einnehmen von Verdauungsenzymen dar, wenn eine mangelnde Bauchspeicheldrüsenfunktion vorliegt. In einigen Fällen ist auch eine Operation sinnvoll, damit Darmverengungen behoben werden. Manche Betroffene, die an Flatulenzen leiden, setzen auf Homöopathie. In Abhängigkeit von den genauen Beschwerden können unterschiedliche Mittel verschrieben werden. Ist der Grund für die Flatulenz keine schwerwiegende Krankheit, kann man Homöopathie ausprobieren.

Verhaltenstipps zur Vermeidung von Flatulenzen

Eine Vermeidung von Blähungen ist auf jeden Fall besser, als eine Behandlung. Daher sollte man für Entspannung sorgen, da Stress die Verdauung beeinträchtigt und bei zahlreichen Menschen Flatulenzen begünstigt. Es ist deshalb wichtig, Dauerstress zu vermeiden. Hilfreich sind hier eine gute Zeitplanung sowie Entspannungsverfahren. Auch Bewegung in regelmäßigen Abständen bringt den Darm in Schwung. Dies verringert im Darm die Gasproduktion. Gleichzeitig ist es möglich, dass die Luft, die im Bauch vorhanden ist, besser entweicht und damit weniger Beschwerden, wie Bauchschmerzen oder einen Blähbauch auslösen. Vor allem ein Verdauungsspaziergang nach der Nahrungsaufnahme hilft, einer Flatulenz vorzubeugen. Verstopfung ist zu vermeiden beispielsweise durch Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und viel Trinken. Allerdings ist bei Ballaststoffen Vorsicht geboten, da sie stuhlregulierend wirken. Jedoch können am Anfang größere Mengen Flatulenzen hervorrufen, bis der Darm sich daran gewöhnt hat. Wer das Rauchen aufgibt, verspürt nicht nur positive Auswirkungen bei den Flatulenzen.

Ursachenbezogene Mittel gegen Flatulenzen

Welche Arzneimittel gegen Flatulenzen helfen, ist von den Auslösern der Beschwerden abhängig. Bei akuten Flatulenzen ist oft keine Medizin nötig. Hier bessern sich die Beschwerden von selbst, beispielsweise wenn der Stress weniger wird oder wenn keinerlei blähende Nahrungsmittel mehr zu sich genommen werden. Wer allerdings immer heftige Flatulenzen hat, wünscht sich häufig Hilfe durch Arzneimittel. Probiotika sind hilfreiche Mittel gegen Flatulenzen, die zahlreichen Betroffenen Erleichterung verschaffen. Wenn beispielsweise das Reizdarmsyndrom die Ursache für die Flatulenz ist, kann ein besonderer Bifidobakterienstamm wie etwa der B. bifidum MIMBb 75 die Beschwerden wie Blähbauch, Flatulenz, Verstopfung und Durchfall lindern. Weitere Mittel gegen Flatulenzen sind Entschäumer. Sie bewirken, dass die im Darm vorhandene Luft leichter in die Blutbahn und von da in die Lunge zum Abatmen gelangt. Wenn die Flatulenzen Schmerzen verursachen, kann der Arzt Wirkstoffe, die entkrampfend wirken, verschreiben. Hier handelt es sich um sogenannte Spasmolytika. Diese Mittel sind nicht gegen Flatulenzen an sich hilfreich, lindern jedoch Krämpfe und Bauchschmerzen. Es ist allerdings nicht ratsam, Spasmolytika langfristig einzunehmen, weil diese die Darmbewegungen verlangsamen und damit neue Flatulenzen verursachen können.

Hausmittel gegen Flatulenzen

Es gibt zahlreiche Hausmittel, die bei Flatulenzen hilfreich sind. Allgemein sollte man wissen, dass diese sicherlich die Beschwerden lindern, jedoch keinesfalls die Ursachen beheben. Besonders wirksame Hausmittel gegen Flatulenzen sind Karminativa. Hier handelt es sich um pflanzliche Mittel, die eine blähungstreibende Wirkung haben. Das heißt, sie begünstigen, dass sich die Flatulenzen lösen. Ein sehr effektives Hausmittel gegen Flatulenzen ist der Vier-Winde-Tee. Dieser beinhaltet Kümmel, Fenchel, Pfefferminze und Anis. Dieser Tee hat eine verdauungsfördernde, entkrampfende und blähungstreibende Wirkung. Weitere hilfreiche pflanzliche Hausmittel gegen Flatulenzen sind beispielsweise Kurkuma, Kamille, Ingwer, Enzianwurzel, Artischocke, Löwenzahnkraut und -wurzel. Selbst diese kann man als Tee gegen Flatulenzen aufbrühen und ungefähr 30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme trinken.

Was sonst noch gegen Flatulenzen hilft

Was unangenehm riechende Flatulenzen verhindert und gleichzeitig entkrampfend wirkt, ist Pfefferminzöl. Eine sanfte Bauchmassage, die im Uhrzeigersinn erfolgt, begünstigt die Verdauung und entspannt den Bauch. Auch Wärme hat eine entspannende Wirkung auf den Bauch und kann daher schmerzhafte Flatulenzen vermeiden. Gerade feuchte Wärme ist ratsam, wie etwa ein feuchter, warmer Wickel oder eine Wärmflasche, die in einem feuchten Tuch eingewickelt ist. Selbst ein warmes Bad wirkt entspannend.

Durch die richtige Ernährung Flatulenzen vermeiden

Es gibt keine besondere Ernährung bei Flatulenzen, die jedem hilft. Wer zu Flatulenzen tendiert, sollte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten. Blähende Nahrungsmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte sollten lediglich in geringen Mengen auf dem Speiseplan stehen. Mit einem Ernährungstagebuch kann man herausfinden, ob bestimmte Nahrungsmittel Flatulenzen hervorrufen. Zudem hilft es, wenn man beim Essen ein paar Tipps beachtet. Wichtig ist, dass man sich beim Essen und Kauen Zeit nimmt. Wer seine Mahlzeiten rasch herunterschlingt, schluckt dabei viel Luft. Vorhandene Luft im Bauch bewirkt Blähungen sowie einen Blähbauch. Meistens ist es besser verträglich, wenn man öfters kleinere Mahlzeiten zu sich nimmt, als drei große Hauptgerichte, die zur Überforderung des Darms führen können. Beim Essen sollte möglichst wenig gesprochen werden. So vermeidet man, dass zu viel Luft geschluckt wird, die im Bauch Unruhe bewirkt. Es ist auch hilfreich, auf Getränke mit Kohlensäure zu verzichten. Damit wird verhindert, dass Luft in den Darm kommt. Selbst Zuckeraustauschstoffe sollten vermieden werden. Denn diese können ganz besonders bei übermäßiger Verwendung Flatulenzen begünstigen.

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